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11.07.18 08:37 Alter: 72 days
Kategorie: topnews, Top-News

Weniger Schweine gehalten


Nachdem sich der bundesweite Schweinebestand im vergangenen Jahr stabil entwickelte und zeitweise sogar leicht zunahm, werden aktuell wieder etwas weniger Tiere gehalten. Mit 26,9 Mio. erfassten Schweinen wurde das Vorjahresergebnis um

1,1 % unterschritten. Auch die Zahl der Sauen nahm einmal mehr

überproportional stark ab. Dabei sind für fast alle Bundesländer

rückläufige Bestände zu verzeichnen. Unter den veredelungsstarken

Bundesländern konnte einzig Niedersachen seine Tierzahlen gegenüber

dem Vorjahr ausbauen.

Starker Strukturwandel der Sauenhalter

Zugleich nahm auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe

weiter ab und lag mit 22.900 knapp 4 % unter dem Vorjahr. Auch hier

fällt der Rückgang bei den Sauen überproportional deutlich aus. Mit

inzwischen gerade einmal noch 8.100 Unternehmen ging die Zahl der

Züchter einmal mehr um fast 5 % im Vorjahresvergleich zurück.

Allein innerhalb der vergangenen 2 Jahre gaben 900 Sauenhalter oder

10 % die Produktion auf. Die Gründe: Wirtschaftliche Engpässe

forciert durch immer anspruchsvollere Vorschriften im Umwelt- und

Tierschutzbereich gekoppelt mit Planungsunsicherheit. Im Bereich

der Mastschweine lag das Minus bei 7 %. Aufgrund der stärkeren

Rückgänge in der Sauenhaltung sind auch im Bereich der Mastschweine

weniger Tiere zu erwarten.

Ferkelerzeuger in der Verlustzone

Die wirtschaftlich schwierige Lage für Sauenhalter setzte sich

auch in der 1. Hälfte des laufenden Jahres fort. Unternehmen mit

durchschnittlichen biologischen Leistungen und einer mittleren

Kostenstruktur ist es seit September 2017 sehr schwer möglich, ein

Einkommen aus der Ferkelerzeugung zu erwirtschaften.

Verdienstmöglichkeiten bestehen nur für Betriebe mit sehr niedrigen

Kosten z. B. mit abgeschriebenen Stallgebäuden oder sehr guten

biologischen Leistungen. Nach der Modellrechnung der Agrarmarkt

Informationsgesellschaft-GmbH haben Ferkelerzeuger in der 1.

Jahreshälfte dieses Jahres Verluste von rund 5 EUR/Ferkel zu

verkraften. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ferkelerlöse um gut 16

EUR oder 23 % pro Tier gesunken.(AMI)


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